Liebe FCK- Fans, liebe FCK-Mitglieder,
wie vor allen jüngeren Jahreshauptversammlungen wird in der Öffentlichkeit wieder kräftig über Handlungsoptionen für die Zukunft & die finanzielle Lage beim 1. FC Kaiserslautern spekuliert. Immer wieder haben wir Sachen gehört und gelesen, die die Substanz des FCK in Frage gestellt haben.
Als Vorstand der knapp 6 Jahre die Entwicklung des FCK begleitet hat liegt mir die Darstellung der Zusammenhänge und das in unserer Arbeit liegende unternehmerische Gedankengut aufzuzeigen am Herzen.
Verein mit Handlungsoptionen in zweistelliger Millionenhöhe übergeben.
In der Übergabe an meinen Nachfolger habe ich aufgezeigt welche Zyklen es im Profifußball gibt und in welchen Zeiträumen die Wertschöpfungsstrategie aufgehen muss. Uns ist es gelungen unseren Nachfolgern sehr viele Handlungsspielräume mitzugeben, damit ist unser unterjähriger Einsatz der Anleihegelder in junge Spieler & Scouting (Müller, Bödvarsson, Zimmer, Osawe etc.) in unserer Wertschöpfungsstrategie voll aufgegangen. Übergeben haben wir viele Handlungsoptionen und Spielerwerte, die in den Wochen nach unserer Übergabe bzw. nach dem Bilanzstichtag über 6 Millionen in die Kassen des FCK gespült haben. Am 30.06.2016 waren diese Spielerwerte vorhanden, so dass ein Herausrechnen ein völlig konstruiertes Bild ergibt, wenn es um den tatsächlichen Substanzwert des FCK zum 30.06.2016 geht.
Dass wir den Weg für die Zukunft geebnet und an unsere Nachfolger gedacht haben zeigt sich auch im Vermarktervertrag und der Option zum 31.12.2016 mit neuen Vermarktungskonzepten gemeinsam mit dem Vermarkter oder ohne Vermarkter weitere Millionen Chancen realisieren zu können. Dafür ist der neue Vorstand auch aufgestellt worden und ein Marketingprofi geholt worden.
Zahlen und Zielerreichungen von 2008-2016
- Im Zeitraum 30.06.2008 bis 30.06.2016 hat der FCK die Umsätze von 22 Millionen auf durchschnittlich 40 Millionen um fast 100% gesteigert.
- Von 2008 bis heute hat der Verein seine Vermögenssituation stark verbessert. Im Schnitt wurde jedes Jahr um über 400.000,- € Vermögen geschaffen. (ergibt sich nach Offenlegung der tatsächlichen Vermögenslage)
- Erstmalige Erarbeitung eines tragfähigen Pachtmodells
- Abbau aufgelaufener Steuerschulden aus Zeiten vor unserer Amtszeit und nicht durchgeführten Betriebsprüfungen in Höhe von mehreren Millionen €, sowie Durchführung weiterer Betriebsprüfungen bis 2016 zur zukünftigen Minimierung von Steuerrisiken
- Ausbau der Logen, Ausbau Ebene 1900, Ausbau und Verbesserung der Vermarktungsmöglichkeiten
- Vermarktergarantien zur Erlangung wirtschaftlicher Sicherheit und Unabhängigkeit, gekoppelt an sportliche Ergebnisse
- Die Wertschöpfungsstrategie junge Spieler zu entwickeln oder in junge Spieler zu investieren um sie zu entwickeln hat deutlich mehr Transfererträge als Transferausgaben gebracht.
Was viele auch umtreibt ist die Frage nach dem Verbleib der restlichen Betze-Anleihegelder und auf was der FCK zum 30.06.2016 tatsächlich aufbauen kann.
Botschaften & Feststellungen zu Restgeldern der Betze Anleihe
- Wenn die Vorstände am 30.06. – um es mit Herrn Klatts Worten zu sagen – „in den Keller gegangen wären“, hätten sie nachhaltige „Goldwerte“ und Cash im Wert von weit über 6,5 Millionen vorgefunden
- Auch nach Herausrechnen der Dauerkartengelder waren die Restgelder der Betze-Anleihe im Sommer voll da: Man hätte im Sommer ca. 1,9 Millionen ins NLZ investieren und ebenfalls ohne Problem 500.000,-€ für die Rückzahlung der Betze Anleihe weg legen können ohne Einschnitte für die neue Saison vornehmen zu müssen, wenn die (Vermarktungs-)Ziele der vom AR festgelegten Planung eingehalten werden
- Durch das Invest ins NLZ und bei einer Fortführung der erfolgreichen Wertschöpfungsstrategie ist eine Umfinanzierung im Jahr 2019 problemlos möglich gewesen, da neben der Sicherung weiterer zukünftiger Erlöse aus dem Nachwuchs, die erste Rücklagetranche i.H. von 500T€ plus Anlagevermögen aus Gebäuden und Grundstück den Wert von 6 Mio. € nachhaltig darstellen
Bei der Erstellung des Jahresabschlusses „30.06.2016“ im Oktober diesen Jahres waren Spielerwerte (Müller & Bödvarsson) zum Bilanzstichtag 30.06 noch mit 0 Euro bilanziert und damit realisierte Transfergewinne von > 4,5 Mio. € außen vorgelassen. Stille Reserven werden in einer Bilanz nicht offengelegt, aber im Lagebericht positiv dargestellt, was leider nicht gemacht wurde.
Es ergibt sich nach Berücksichtigung der realisierten stillen Reserven folgendes tatsächliche Bild, welches beim Erstellen des Jahresabschlusses im Oktober so fest stand:
- Nach Berücksichtigung der stillen Lasten und stillen Reserven ist der FCK mit einem tatsächlichen, wirtschaftlichen positiven Eigenkapital zum 30.06.2016 von +1 Million Euro ausgestattet.
Gutachten sinnvoll – Kosten und Nutzen abwägen
Aus unsere Sicht nicht notwendig, aber wenn es hilft mit einem einmal unabhängig festgestellten klaren Bild, jahrelange Diskussionen und weitere Falschbehauptungen zu vermeiden, schlage ich vor, dass wir zur Feststellung der tatsächlichen Finanzlage des FCK zum 30.06.2016, die Ertragslage, die Vermögenslage & die verfügbare Liquidität nach Monetisierung der stillen Reserven feststellen lassen.
Ich schlage vor, dass meine Entlastung bis zum Ergebnis des Gutachtens zurückgestellt wird. Ferner möchte ich meine Mitgliedschaft bis dahin ruhen lassen.
Werden eine meiner oben gemachten Aussagen nicht gutachterlich bestätigt, bin ich zudem bereit das Gutachten privat zu bezahlen. Wichtig ist hier nur, dass das Gutachten neutral und unabhängig sein muss und von ausgewiesenen Experten erstellt wird.
Nachdem unsere Nachfolger den Weg der Ausgliederung und damit Suche nach fremden Kapitalgebern einschlagen möchten, kann ein Gutachten, welches die tatsächliche Substanz des FCK feststellt nur von Vorteil sein. Wenn man dann noch die übergebenen Handlungsspielräume nutzt und mit neuen Vermarktungskonzepten mit oder ohne Vermarkter wieder die 40 Mio. € Umsatzmarke schafft, dann kann man aus einer starken Position heraus in Verhandlungen treten.
Unternehmerisches Gedankengut & Unabhängigkeit
Stefan Kuntz und ich haben in unserer Amtszeit immer dafür gekämpft, dass der FCK Schritt für Schritt seine Abhängigkeiten verliert. Mit neuen Wertschöpfungsstrategien und greifenden Konzepten konnten wir den Umsatz signifikant erhöhen. Diese mühsam erarbeitete Unabhängigkeit muss aus meiner Perspektive für den FCK bewahrt werden. Mit viel Einsatz und klugen Strategien kann zukünftig auch weiter ein Umsatz zwischen 40-45 Millionen erreicht werden: das muss das Ziel sein.
Wir können mit guten Strategien und Zusammenhalt auch ohne strategischen Invest Braunschweig, Union Berlin & Co. aus eigener Kraft sportlich und wirtschaftlich hinter uns lassen. Dies haben wir in den letzten Jahren doch bewiesen. Unsere Unabhängigkeit dürfen wir nicht zum falschen Zeitpunkt aufgeben.
Lasst uns den neuen Vorstand unterstützen, dass Sie sich auf Ihre eigentliche Arbeit für die Zukunft konzentrieren können und Ihnen die nötige Zeit geben, damit der von uns in unserer Amtszeit eingeschlagene Weg, bei dem wir die Vermögenssituation, die Ertragslage und die verfügbare Liquidität gesteigert haben, weiter fortgesetzt werden kann.
Euer FCK-Mitglied
Fritz Grünewalt